Geschichte und die Architektur

der Krämerbrücke


Diese Projektarbeit thematisiert die Erfurter Krämerbrücke. In diesem Teil werden Sie mehr über die Geschichte und die Architektur dieser Brücke erfahren. Seitdem es im Mittelalter fahrende Händler mit Kutschen und Ochsengespannen gab sowie einige Siedler, die sich an der im Thüringerwald entspringenden Gera ansiedelten, existierte auch eine Furt. Dieser seichte Flussübergang ermöglichte es Reisenden einfach über die Gera überzusetzen. Aber dennoch gab es viele Probleme: sobald es regnete, stieg der Wasserspiegel des Flusses an und machte das Überqueren unmöglich. So blieben häufig Fuhrwerke im schlammigen Untergrund stecken und mussten mit großem Zeitaufwand wieder befreit werden. Die ansässigen Bewohner suchten bald nach einer neuen komfortableren Möglichkeit, die Gera zu überqueren. Die Mönche, deren Eigentum die Furt war, begannen schon sehr früh damit eine Brücke zu errichten. Diese anfangs nur laweden Holzgerüste hielten den Naturgewalten, der Witterung und ständigen Überschwemmungen nicht lange stand und brachen schon kurz nach ihrer Erbauung wieder zusammen. Erstmal wurde der Ostzugang der „Krämerbrücke“ 1110 urkundlich erwähnt. Seit 1117 existierte nachweislich eine stabilere Holzbrücke, welche die im näheren Umkreis lebenden Mönchen erbauten. Somit waren nicht nur die Brücke, sondern auch sämtliche Rechte zu deren Überquerung Eigentum der römisch katholischen christlich orthodoxen Kirche. Im Jahre 1124 wurde durch einen Blitzeinschlag, der Brände auslöste, die Brücke samt beiden Kirchen zerstört, die den Ost – und Westeingang bildeten. In den folgenden Jahrzehnten kam es immer zu Beschädigungen durch Brände, z.B. 1175, 1178, 1213, 1222, 1245 und in der Folgezeit. Nach einem weiteren großen Brand im Jahre 1265 in der Ägidienkirche fing der Erfurter Stadtrat an, die in der Umgebung gelegenen Klöster aufzusuchen und von ihnen die Rechte der Brücke abzukaufen. Da einige Mönche nicht sofort gewillt waren, ihre Rechte abzutreten, dauerte es bis 1293, bis die gesamte Brücke Eigentum der Erfurter Stadt war. Um die Brandgefahr einzuschränken, wurde die Planung einer Steinbrücke in Auftrag gegeben. Kurze Zeit darauf begann man mit dem Bau derselben. Durch Resorcenmangel sowie eingeschränkte Technik verzögerte sich die Vollendung des Baus bis zum Jahre 1325. Der Markt verdrängte langsam die Heiligkeit und so wurden 1327 in der Ägidienkirche im Erdgeschoss drei Läden eingerichtet, ein weiteres im Turmerdgeschoss. Ähnlich erging es auch 1374 der Benediktenkirche. Sie musste ihre gewölbte Erdgeschosshalle räumen. In derselben wurden einige Verkaufsstände der Ledergerber errichtet. Diese blieben nicht lange von Bestand, sondern fielen Brandstiftern zum Opfer. Die Kirche überstand dies glücklicherweise größtenteils unbeschadet. 1391 wurde etwas abseits der Brücke ein überdachter „Mühlsteg“ errichtet. "von einer hofstad uff dem Wenigermaarte gelegin bie der müllen, sechs Fuß in die Breite von obyn biz uff daz wassir, darmet eyne cleyne gasse, die vor daselbis waz trwytet ist czu eyne gemeynen nucze".(Zitat1) Diese Mühlstege sind kleine, nur für Fußgänger errichtet Stege, die zum schnellen Überschreiten eines Hindernisses gedacht waren und hauptsächlich von Ansässigen und Müllersleuten genutzt wurden. Sie erhielten ihren Namen eben durch diese Müllersleute. 1472 kam es erneut zu einem großen Stadtbrand, welcher die Benediktenkirche erfasste und sie zu großen Teilen zerstörte. Doch nicht nur die Kirche hat gelitten, sondern auch die Brücke an sich verzeichnete starke Schäden. Aus diesem Grund verließen die Krämer vorerst die Krämer Brücke. Bis zum Jahre 1486 wurde durch komplizierte sowie aufwändige Instandsetzungsarbeiten die Brücke wieder hergestellt. Durch Vergrößerung der mittelalterlichen Fachwerkhäuser boten diese mehr Wohnraum und größere Handelsflächen an. Spätestens 1510 wurde eines der bekanntesten Erfurter Wahrzeichen aus aller Munde "Krämerbrücke" genannt. Diese Bezeichnung erhielt sie durch die vielen Händler und Krämer, die von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ihre Waren auf ihr anboten. Dies war eine taktisch sehr gute Positionierung für einen Krämer, da die Brücke täglich von mehreren tausend Anwohnern, Reisenden und Händlern überquert wurde. Die Kirche verlor weiter an Einfluss nach der neusten Reformation im Jahre 1552. Der Gottesdienst musste in der Ägidienkirche eingestellt werden. Die Gemeinde, die sich dort Jahrzehnte lang versammelte,
wurde auf die Kaufmannskirche verwiesen. Doch diese Situation blieb nicht ewig bestehen. Schon 1582 wurde die Kirche wieder Eigentum der Kaufmännerkirchengemeinde. Diese reparierte die stark beschädigte Westgiebelwand sowie das Dach. Die Reparaturen dauerten bis zum Jahre 1618 an. Die anfangs 62 Handwerkshäuser wurden in den folgenden Jahrhunderten immer mehr zusammengelegt, da sich in diesen Jahren der Wohnstil der Bevölkerung langsam von kleinen schmalen Häuschen auf etwas größere und höhere Häuser zu bewegt. Um 1800 existierten nur noch nach Abrissarbeiten, Umbauten und Neuerrichtungen 32 Wohnhäuser. 1810 befand sich die Benediktikirche in Privatbesitz und wurde zu großen Teilen abgetragen und schließlich überbaut. 1816 wurde die Krämer Brücke für den schweren Lastfuhrverkehr gesperrt. Transporter mussten auf eine der bereits existierenden anderen Brücken ausweichen. 1827 gelangte nach der Benediktikirche nun auch die Ägidienkirche in Besitz eines Händlers. Er verwandelte alle Räume dieser ehrwürdigen Kirche in Wohn- und Geschäftsräume. Einzig und allein der Glockenturm blieb im Besitz der Kaufmannskirche. 1855 kam es erneut zu Bränden in Erfurt, die unter anderem auch fünf Häuser auf der Krämer Brücke zerstörten. Dies betraf die Häuser der Nummer 23 – 27. Deren Wiederaufbau erfolgte schon kurz darauf, wenn auch nur in vereinfachter Form. 1895 wurde der Abbruch der Krämer Brücke geplant. Nach Aussagen der Stadt waren Gründe für diesen Plan hauptsächlich finanzieller Natur, aber auch teilweise auf die Planung der Stadt zurückzuführen. Glücklicherweise kam es nicht zur Durchführung dieses Planes und die Brücke blieb weiter erhalten. 1898 wurden die südlich gelegenen und zur Krämer Brücke parallel verlaufenden Mühlstege sowie die dazugehörigen Mühlen im Stadtzentrum größtenteils dem Erdboden gleichgemacht. Anstelle der Mühlstege wurde in den folgenden Jahren die Rathausbrücke errichtet. Diese dienten nun als neuer Verbindungsweg zwischen dem Wenige Markt und dem Benediktiplatz. Auch wenn Erfurt auf Grund seiner geringen Wichtigkeit für das 3. Reich kaum mit Militär versehen war, wurde es von der zerstörerischen Macht der englischen Bombergeschwader verschont, aber unglücklicherweise fielen doch ein paar Bomben und zerstörten einige berühmte Häuser Erfurts, darunter auch die Barfüßerkirche. Ganz unbeschadet kam die Krämer Brücke aber leider auch nicht davon. Es wurden die Häuser der Nummer 12 -14 zerstört. Nach 1945 begann man mit dem Wiederaufbau. Es erfolgte nun die Neuerrichtung  der Häuser. Ebenfalls wurde die Ägidienkirche für die evangelische - methodistische Freikirche wiederhergerichtet. In den 60er / 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts erhielt die Brückenkonstruktion einige aufwändige Instandsetzungsarbeiten. Es wurden auch an einem großen Teil der 32 Häuser die Fassaden wiederhergestellt und leicht verändert. Man stellte bei diesen Arbeiten an einigen Gebäuden größere Schäden fest, welche durch Haussanierungen eine ausgebesserte Fassade erhielten. Zwischen 1985 und 1986 mussten erneut Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Seid etwa 1980 gaben sich die ansässigen Bewohner wieder mehr Mühe, den ursprünglichen Nutzungscharakter der Krämer Brücke wiederherzustellen. Im Monat Juni des Jahre 1990 wird das altbekannte, aber dennoch mit den Jahren in Vergessenheit geratene Krämer Brückenfest wieder eingeführt - aber dazu später mehr. Mit Billigung der Erfurter Stadtverwaltung wurde im Jahre 1996 die Stiftung der Krämer Brücke gegründet. Deren Aufgabe ist es, die Brücke zu schützen und ihr Denkmal zu bewahren. Ebenso gehört es zu ihren Pflichten, Einfluss auf die Nutzung der Häuser zu nehmen, damit auch weiterhin eine gute Mischung aus den Bereichen Kunst, Wohnen, Handwerk, Gewerbe und Handel auf der Krämer Brücke bestehen bleibt. Soweit die Geschichte der Krämer Brücke bis zum Jahr 2011.
 

 

This project focuses on the Erfurt Krämerbrücke. In this section you will learn more about the history and architecture of this bridge. Since then, there in the middle ages traveling salesmen with coaches and teams of oxen, and gave some settlers who settled in the Thuringian forest springing Gera existed, a ford. This shallow river crossing made it possible for travelers cross over easily over the Gera. But still there were many problems when it rained, the water level rose in the river and made the crossing impossible. So often wagons were stuck in the muddy ground and had to be re-released with a time-consuming. The local residents were looking soon for a new comfortable way to cross the Gera. The monks, whose property the ford was started very early to build a bridge. This not only initially laweden wooden scaffolding holding the forces of nature, the weather was long and frequent floods and broke shortly after they were built up again. First of Ostzugang the "Merchants' Bridge" 1110 was mentioned. Since 1117 there was a demonstrably stable wooden bridge, which the monks living in the surrounding area was built. Thus, not only the bridge but also all property rights to their crossing of the Roman Catholic Christian Orthodox Church. In 1124 was by a lightning strike sparked the fire, destroyed the bridge, including two churches, the East - West and formed the entrance. In the following decades, it was always too damaged by fire, for example 1175, 1178, 1213, 1222, 1245 and in the subsequent period. After another great fire in 1265 in the Aegidienkirche began at the Erfurt city council, visit the monasteries located in the vicinity of them and buy out the rights of the bridge. As some monks were not immediately willing to cede their rights, it took until

1293, until the entire bridge was owned by the city of Erfurt. To limit the risk of fire, the planning of a stone bridge was commissioned. Shortly thereafter they began building it. Resorcenmangel limited by technology and has delayed the completion of construction until the year 1325 The market is slowly supplanted the sanctity and so were set up in 1327 in the Aegidienkirche ground floor three shops, a second floor in the tower. The same happened also in 1374 the Benedictine church. She had to vacate their ground-floor hall. In some stalls selling the same leather tanners were established. These were not last long, but fell victim to arsonists. The church was so fortunately largely unscathed. 1391 was a little off the bridge, built a covered "Mühlsteg". "One of the Hofstad uff gelegin Wenigermaarte the miller, and offer six feet in width from obyn biz uff daz wassir, Darmet eyne Cleyn alley, which is before daselbis trwytet waz CZU gemeynen nucze eyne." (Zitat1) Mühlsteg These are small, only constructed for pedestrian bridges, which were meant for a quick crossing of an obstacle and were mainly used by residents and miller and his wife. They received their name precisely through these millers. 1472 there was again a great fire, which covered the Benedict Church and destroyed to a great extent. But not only the Church has suffered, but the bridge itself, major damage reported. For this reason, the grocer left the Merchants' Bridge for now. Until 1486, through complicated and expensive repairs, the bridge was restored. By enlarging the medieval half-timbered houses offered to them more living space and greater trade areas. 1510 at the latest one of the most famous landmark of Erfurt from all quarters "Merchants Bridge" was called. This name they received through the many traders and shopkeepers, who offered their goods from sunrise to sunset on it. This was a very good tactical positioning for a grocer, since the bridge was crossed daily by thousands of local residents, travelers and traders. The church continued to lose influence after the Reformation latest in 1552. The service had to be adjusted in the Aegidienkirche. The municipality, there are decades
gathered, was referred to the church clerk. But this situation did not last forever. As early as 1582 the church was again the property of merchants parish. This repaired the heavily damaged west gable wall and the roof. The repairs lasted until 1618. The first 62 craft houses were merged in the following centuries, more and more, as too slow in those years the style of living of the population of small, narrow houses on slightly larger and taller buildings moved. By 1800 there were only following the demolition works, alterations and new directions 32 houses. 1810, the Benediktikirche was privately owned and has been largely eroded and eventually built over. In 1816 the bridge was closed for the grocer heavy vehicle traffic. Transporter had to switch to one of the other existing bridges. 1827 came after the Aegidienkirche Benediktikirche now in possession of a dealer. He transformed this venerable church, all rooms in residential and business premises. Everything depends on the bell tower remained in the church clerk. 1855 there was another fire in Erfurt, which destroyed five houses including the Kramer Bridge. This affected the houses of the number 23 - 27 Its reconstruction took place shortly afterwards, albeit in a simplified form. In 1895 the demolition of the bridge was planned grocer. According to the city were reasons for this plan mainly financial, but also partly due to the planning of the city. Fortunately, it did not come to implement this plan and continue to receive the bridge remained. 1898, the south and parallel to the Krämer bridge Mühlsteg and the associated mills in the city center largely leveled. Instead of Mühlsteg was constructed in the following years, the Town Hall bridge. This now served as a new route between the Wenigemarkt and Benediktiplatz. Although Erfurt due to its low importance for the 3rd Reich was hardly equipped with the military, it was spared from the destructive power of the British bomber squadrons, but unfortunately it fell a couple of bombs and destroyed some houses famous Erfurt, including Barfüßerkirche. Entirely without prejudice to the Krämer bridge but unfortunately did not depart from it. It destroyed the houses of the number 12 -14. After 1945 people began to rebuild. It was now the new construction of houses. Also for the Protestant was Aegidienkirche - Free Methodist Church restored. In the 60s / 70s and 80s of last century, the bridge construction consuming some repair work. There were also a large part of the 32 restored the facades of houses and changed slightly. Presented in this work, we determined some major damage buildings, which were repaired by one house renovations facade. Between 1985 and 1986, again had to be carried out repair work. Silk around 1980, the local residents again gave more trouble to use the original character of Kramer restore bridge. In the month of June of 1990, the well-known, but as the years forgotten Krämerbrücke hard reintroduced - but more on that later. With the approval of the Erfurt city council was in 1996, the Foundation established the grocer bridge. Their job is to protect the bridge and to preserve their monuments. Likewise, it is one of their duties, to influence the use of the houses, so that will remain a good mix of the arts, housing, trade, commerce and trade on the Merchants' Bridge. As far as the history of the Merchants' Bridge until 2011.