Geschichte und Kunst

                                       Geschichte & Wir

Irgendwie wissen wir alle von Dingen, die in allerlei Zeitaltern passierten, und von Menschen, die vor uns lebten. Irgendwie ahnen wir, dass dies Wissen unvollständig, zufällig und daher unvollkommen ist. Irgendwie haben wir - egal wie alt oder klug wir gerade sind - immer mal neue Fragen zur vergangenen Welt.
Irgendwie ist auch die Frage reizvoll, wer oder was wir denn wären, wenn wir nicht jetzt leben würden, sondern 100, 200, 500 ... Jahre früher. Wie wäre dann unser Tagesablauf? Wie speziell und erfolgreich könnten wir dort sein? Wie und was würden wir wollen, kennen oder denken? Was würden die damaligen Mitmenschen besser können als wir heute?

Als Historikerin ist Geschichte für mich ein natürlich Berufsfeld, in dem es Regeln, Analysemethoden, Erkenntnisziele und Qualitätsstandards gibt.
Ganz persönlich interessieren mich historische Erfahrungshorizonte, die sich drehen um:
1. Kulturleistungen und Erfindungen und wie es Menschen gelang, sie zu erschaffen.
2. Lebenssituationen, die Menschen viel abverlangen, und wie sie damit umgingen.
3. Wirkungen "kleiner" Ereignisse auf größere Menschengruppen.
4. Zusammenhänge immer komplexer werdender Gemeinschaften "über sieben Ecken".
5. Trends, Lösungsmuster und Varianten von Problemlagen.
6. Überraschendes, Amüsantes, Lehrreiches, Inspirierendes.

 

Ihre Frau Dr. Andrea Herz                           www.herzformat.de/

 

Georg Arnold Graboné war ein Maler des deutschen Impressionismus und der Lehrmeister von Dwight D. Eisenhower. Er wurde am  11. September 1896 in München geboren und starb am 10. Februar 1982 in Percha Buchhof.

Der ,,Bub" des oberbayerischen Regierungspräsidenten Wilhelm Arnold

blieb dem bäuerlichen Familienerbe verbunden und seiner Landschaftsliebe treu. 

,,Ich halte mich für einen hoffungslosen Optimisten." Mit viel Elan besuchte Arnold die Stuttgarter Akademie, schwamm auf der abstrakten Welle unter Baumeister und Müller mit und hing dem Kubismus in Wien unter Professor Lippert an.

In München fand er unter Heinrich von Zügel zur Landschaftsmalerei, erst in Berlin prägte Max Liebermann die impressionistischen Züge. ,,Er hat aus mir den gemacht, der ich heute bin ", resümierte Arnold später. Von ihn lernte er den Umgang mit Licht und Farbe.

Von Heinrich von Zügel lernte er das Wesen der Dinge zu erfassen.

In dieser Zeit hat er auch seine später berühmte Spachteltechnik

erfunden oder zu mindest stark ausgeprägt. Er hatte bis 1980 einen

strengen Zeitplan. Von 6.00 bis 9.00 Uhr erster Anschnitt, dann Essen

und zwei Stunden Ruhe, bis 15.00 Uhr dauerte der zweite Arbeitsgang,

bevor er sich seinen Interessen widmen konnte - dem Theater, der Musik, dem guten Essen und vor allem  ein bisschen Wein und viel bayerisches Bier.

Erst 1982 zog Arnold Graboné nach einer Krankheit zusammen mit seiner

Frau Sophie zurück. Auch dann noch sah der Percha Buchhof berühmte Gäste.

Franz Josef Strauß höchst selbst gratulierte zu seinem 85. Lebensjahr.

Der Politiker schließ sich damit der Reihe der Prominenten an, die weit weniger vergessen waren als ihr Malerfreund: Jahn Knittel, Hans Albers, Leo Sniezek,

Willy Beigel und Max Schmeling sowie weitere Prominente.